Sommergarten der Sinne: Duftende Pflanzen für heisse Tage

12. Jun 2026

Sie möchten den Sommer geniessen, ohne ständig mit der Giesskanne unterwegs zu sein? Gerade an heissen Tagen, vor dem Wochenende oder vor den Ferien kommt schnell die Frage auf: Halten meine Pflanzen auch einmal ein paar Tage ohne mich durch?

Die gute Nachricht: Mit der richtigen Pflanzenauswahl wird ihr Sommer deutlich entspannter. Robuste sommerblühende Pflanzen bringen Farbe, Duft und Leben in Beet, Topf und Sitzplatz. Erfahren Sie hier, welche Sommerpflanzen besonders robust sind, worauf es bei Standort, Erde und Pflege ankommt und wie Balkon und Garten gut durch heisse Tage kommen.

Welche Sommerblühende Pflanzen bringen Farbe in sonnige, eher trockene Beete?

Zinnie (Zinnia elegans)

Zinnie (Zinnia elegans)

Zinnien bringen lange und kräftige Farbe in den Sommergarten. Die Palette reicht von zartem Pastell bis zu sattem Pink. Besonders schön wirken sie in sonnigen Beeten, in denen über Wochen etwas leuchten soll. Für Bestäuber sind vor allem einfach und halbgefüllt blühende Sorten interessant, weil Nektar und Pollen gut erreichbar bleiben.

Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea)

Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea)

Seine kräftigen Blüten wirken auch dann noch präsent, wenn andere Sommerpflanzen bereits müde werden. Er passt gut an sonnige, durchlässige Standorte und kommt nach dem Einwachsen mit warmen Phasen gut zurecht.

Patagonisches Eisenkraut (Verbena bonariensis)

Patagonisches Eisenkraut (Verbena bonariensis)

Patagonisches Eisenkraut bringt Leichtigkeit in den Sommergarten. Die kleinen Blüten sitzen auf schlanken Stielen und scheinen beinahe zu schweben. Gerade zwischen kompakteren Stauden bringt die Pflanze Luft und Bewegung ins Beet. Gleichzeitig ist es ein Magnet für Wildbienen, Hummeln und Tagfalter. Das macht es besonders wertvoll für naturnahe Pflanzungen.

Schafgarbe (Achillea millefolium)

Schafgarbe (Achillea millefolium)

Die Gewöhnliche Schafgarbe ist eine starke Wahl für warme, trockene Standorte. Als heimische Wildstaude passt sie gut in naturnahe Pflanzungen. Ihre Blütendolden sind für viele Wildbienen gut zugänglich.

Prachtkerze (Oenothera lindheimeri)

Prachtkerze (Oenothera lindheimeri)

Die Prachtkerze bringt Bewegung ins Beet. Ihre filigranen Blüten tanzen im Wind und wirken leicht und locker. Gerade in sommerlichen Pflanzungen nimmt sie schweren Farben etwas die Strenge. Sie blüht über viele Wochen und legt nach einem Rückschnitt oft nochmals nach.

Mädchenauge (Coreopsis grandiflora)

Mädchenauge (Coreopsis grandiflora)

Ein sonniger Dauerblüher für warme, durchlässige Standorte. Das Mädchenauge bringt lange Farbe ins Beet und bleibt auch mit wenig Pflege attraktiv. Wer im Sommer mit wenig Aufwand viel Blüte möchte, liegt hier richtig.

Schokoladenblume (Cosmos atrosanguineus)

Schokoladenblume (Cosmos atrosanguineus)

Die Schokoladenblume fällt durch ihre dunklen, samtigen Blüten sofort auf. Dazu kommt ein feiner Kakaoduft, der sie besonders macht. Am besten pflanzen Sie sie dort, wo man ihr nahekommt. Im Gefäss, am Sitzplatz oder in geschützten Ecken kommt ihre Wirkung besonders gut zur Geltung. In rauen Lagen wird sie frostfrei überwintert oder als Saisonpflanze verwendet.


Welche Pflanzen duften an warmen Sommertagen besonders stark?

Duft macht den Garten nicht nur schöner, sondern auch erlebbarer. Besonders an warmen Nachmittagen und in den Abendstunden kommen aromatische Pflanzen gut zur Geltung. Wer gezielt kombiniert, schafft Gartenräume mit mehr Atmosphäre. Das Gute daran: Viele dieser Pflanzen ziehen zugleich Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an.

Echter Lavendel (Lavandula angustifolia)

Echter Lavendel (Lavandula angustifolia)

Lavendel gehört zu den Klassikern für heisse, trockene Standorte. Sein aromatisch-herber Duft ist sofort präsent, das silbrige Laub wirkt mediterran und seine Blüten sind ein starker Anziehungspunkt für Insekten.

Katzenminze (Nepeta × faassenii)

Katzenminze (Nepeta × faassenii)

Katzenminze duftet kühl, minzig und leicht würzig. Gleichzeitig ist sie eine der unkompliziertesten Pflanzen im Sommerbeet.

Koreanische Minze (Agastache rugosa)

Koreanische Minze (Agastache rugosa)

Koreanische Minze, auch Duftnessel genannt, bringt eine süssliche Anisnote in den Garten. Damit hebt sie sich klar von klassisch blumigen Düften ab. Sie blüht lange, liebt sonnige Standorte und zieht viele Bestäuber an. Wer eine speziell duftende Pflanze sucht, die viele Insekten anzieht, trifft mit ihr eine besonders gute Wahl.

Indianernessel (Monarda didyma)

Indianernessel (Monarda didyma)

Ihr Duft erinnert an Bergamotte und Kräuter. Damit bringt sie eine besondere Note in sommerliche Pflanzungen. Sie bevorzugt frischere, nährstoffreiche Böden und eignet sich gut für sonnige bis halbschattige Bereiche.

Hoher Sommerphlox (Phlox paniculata)

Hoher Sommerphlox (Phlox paniculata)

Sein süss-blumiger Duft ist besonders abends gut wahrnehmbar. Damit eignet sich Sommerphlox ideal für Wege, Terrassen und Sitzplätze. Er liebt sonnige Lagen mit frischen, nährstoffreichen Böden.


Wann sollten Sommerblühende Pflanzen geschnitten und gedüngt werden?

Viele unserer Sonnenanbeter bleiben länger attraktiv, wenn Verblühtes regelmässig entfernt wird. Das gilt besonders für Zinnien, Mädchenauge, Katzenminze und Prachtkerze. Ein Rückschnitt fördert neue Blüten und hält die Pflanzen kompakter. Bei Katzenminze lohnt sich nach der ersten Hauptblüte ein kräftiger Rückschnitt. Je nach Zustand kann sie um ein Drittel bis etwa zur Hälfte eingekürzt werden. Meist treibt sie zuverlässig wieder aus und blüht ein zweites Mal. Beim Düngen gilt: lieber zurückhaltend bleiben! Zu viel Stickstoff sorgt oft für viel weiches Laub, aber für weniger Blüten. Ausserdem reagieren die Pflanzen dann empfindlicher auf Trockenstress. Im Beet reicht meist eine Kompostgabe oder ein organischer Langzeitdünger zu Saisonbeginn. In Töpfen brauchen Sommerblühende Pflanzen mehr Nachschub, weil beim Giessen Nährstoffe schneller ausgewaschen werden. Hier ist ein flüssiger Dünger für Blütenpflanzen alle zwei bis drei Wochen sinnvoll. Lavendel, Schafgarbe und Patagonisches Eisenkraut mögen es hingegen eher mager. Sie sollten nur sparsam gedüngt werden. Die Monarda und der Hohe Sommerphlox benötigen dagegen nährstoffreicheren, gleichmässig frischen Boden.

Unser Tipp: Hauertkugeln

Hauert Langzeitdünger

Welche Sommerpflanzen wachsen auch in Töpfen und Gefässen gut an?

Viele Sommerpflanzen fühlen sich auch im Topf sehr wohl. Besonders geeignet sind zum Beispiel Lavendel, Katzenminze, Schokoladenblume, Zinnien, Mädchenauge und kompakt wachsende Duftnesseln wie Agastache. Wichtig ist vor allem ein Gefäss mit Abzugsloch, denn Staunässe schadet vielen Sommerpflanzen mehr als kurze Trockenheit. Verwenden Sie am besten eine strukturstabile, durchlässige Erde. Bei mediterranen Arten wie Lavendel kann etwas mineralisches Material sinnvoll sein, etwa Sand, Splitt oder Bims, damit der Wurzelbereich schön luftig bleibt. Da Erde in Töpfen schneller austrocknet als im Beet, giessen Sie lieber durchdringend, bis unten Wasser abläuft, statt täglich nur oberflächlich.

Schokoladenblume, Zinnien und Mädchenauge brauchen im Gefäss meist regelmässiger Wasser als Lavendel oder Katzenminze. An heissen Hauswänden kann tägliches Kontrollieren nötig werden, das ist aber völlig normal.


Was hilft Sommerpflanzen bei Schädlingen und Hitzestress?

Wenn es heiss und trocken wird und die Pflanzen eng stehen, geraten viele Sommerpflanzen unter Stress. Das merkt man ihnen oft nicht sofort an; Schädlinge und Pilzkrankheiten nutzen diese Schwäche aber schnell aus. Besonders häufig sind jetzt Blattläuse, Spinnmilben und Thripse sowie Mehltau. Schauen Sie deshalb regelmässig genauer hin: vor allem an Triebspitzen, Blattunterseiten und in dicht belaubten Bereichen. Blattläuse lassen sich oft schon mit einem kräftigen Wasserstrahl entfernen oder mit den Fingern abstreifen. Und wenn Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen oder Schwebfliegenlarven unterwegs sind, lohnt es sich, ihnen Zeit zu geben, bevor gespritzt wird.

Spinnmilben leben besonders bei trockener, heisser Luft richtiggehend auf. Pflanzen an heissen Hauswänden sollten deshalb regelmässig geprüft werden. Ein Befall zeigt sich oft durch fahle, fein gesprenkelte Blätter; bei stärkerem Befall sind auch feine Gespinste sichtbar. Dann hilft es, die Wasserversorgung zu verbessern, Hitzestress zu reduzieren und stark befallene Triebe zu entfernen. Mehltau lässt sich am besten vorbeugen. Pflanzen sollten nicht zu eng stehen. Giessen Sie möglichst morgens direkt an die Erde und vermeiden Sie dauerhaft nasse Blätter. Stark befallene Blätter entfernen Sie am besten früh und entsorgen sie über den Hauskehricht, nicht über den Kompost. 

Kleiner Tipp: Ein Brennnessel-Extrakt kann die Pflanzenpflege sinnvoll ergänzen. Er unterstützt die Vitalität der Pflanzen und hilft ihnen, Stresssituationen besser zu überstehen.

Marienkäferlarven

Marienkäferlarven gegen Blattläuse

Gegen Blattläuse können sowohl die Larven als auch die ausgewachsenen (adulten) Käfer des einheimischen Zweipunkt-Marienkäfers (Adalia bipunctata) ausgesetzt werden. Vorzugsweise werden Larven verwendet. Sie verzehren 100 oder mehr Läuse pro Tag. Die Käfer oder die Larven werden auf die von Blattläusen befallenen Pflanzen verteilt. Sie suchen systematisch die Pflanzen nach Blattläusen ab.

Bei Blattlausbefall werden pro Zweig oder pro Blattlauskolonie mindestens 2 Marienkäferlarven oder 1-2 adulte Marienkäfer freigelassen. Die Tiere können entweder samt Trägermaterial auf die Blätter gestreut oder einzeln mit einem Pinsel in der Nähe von Blattlauskolonien vorsichtig auf die Blätter gesetzt werden.

Brennnessel-Extrakt

Brennnessel-Extrakt

Pflanzenstärkungsmittel auf Basis von natürlichem Brennnessel-Extrakt. Fördert die Pflanzengesundheit und unterstützt die Abwehr von Schädlingen und Pilzkrankheiten.

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  • für Obst, Gemüse und Zierpflanzen
  • fördert die Pflanzengesundheit und unterstützt die Abwehr von Schädlingen und Pilzkrankheiten
  • registriert als Grundstoff und zugelassen für den biologischen Landbau / FiBL Positivliste für den biologischen Kleingarten

Ihr Sommergarten – bei uns vor Ort erlebbar

Viele dieser Pflanzen und noch weitere passende Kombinationen finden Sie direkt bei uns im Garten-Center. Vor Ort zeigen wir Ihnen inspirierende Pflanzbeispiele und beraten Sie gerne persönlich, wie Sie Ihren eigenen Sommergarten der Sinne gestalten können – abgestimmt auf Standort, Pflegeaufwand und Ihre individuellen Wünsche.

Besuchen Sie uns und lassen Sie sich inspirieren – wir helfen Ihnen, Ihren Garten in eine duftende und farbenfrohe Sommeroase zu verwandeln.

Saisonfplanzen

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